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RiffReporter startet Beta-Phase mit Bezahlsystem für kooperativen Journalismus

RiffReporter startet Beta-Phase mit Bezahlsystem für kooperativen Journalismus

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21630

Preisgekrönte Genossenschaft bietet freien Journalisten neuartige Infrastruktur zum Gründen eigener Projekte

Berlin, 14. Februar 2018 – Nach Alpha folgt Beta: RiffReporter, die neue Genossenschaft für freien Journalismus, geht in die nächste Phase und launcht mit der Beta-Version zahlreiche neue Features – allen voran ein einheitliches Bezahlsystem für unabhängige journalistische Projekte. Auch die Startseite erhält einen Relaunch. Die Gewinner des #Netzwende-Preises von Vocer, ZEIT-, Augstein- und Schwingenstein-Stiftung wollen mit ihrem Projekt freien Journalismus kooperativer und journalistisches Gründen einfacher machen. Leser können hier guten Journalismus in kleinen Beträgen je nach Interessen bezahlen.

Journalistisches Gründen war noch nie so leicht: RiffReporter bringt freie Journalistinnen, Journalisten und Medienschaffende zusammen und ermöglicht es ihnen, auf www.riffreporter.de eigenständig zu publizieren. Sie profitieren dabei von einer innovativen, dynamischen Infrastruktur: Einzelne oder mehrere Journalisten gründen thematische “Korallen”, in denen sie eigenverantwortlich ihre Text-, Foto-, Video- oder Audio-Beiträge veröffentlichen. Das Themenspektrum umfasst Wissenschaft, Kultur, Gesellschaft, Weltgeschehen, Umwelt und Technologie. Autoren können wählen, wie Leser für ihre journalistischen Publikationen zahlen sollen. Zur Auswahl stehen Micropayment, Abonnement, freiwillige Förderung und bald auch Projektfinanzierung.

Schon jetzt finden sich spannende Projekte im Riff, wie "Flugbegleiter", "DebatteMuseum", "Die Weltraumreporter", "Verfassungsnews", "Wunderding" und "BildungsForscher". Doch das ist erst der Anfang. Weitere Autoren und Journalistenteams bereiten gerade neue Projekte vor. Und interessierte Journalisten können sich ab jetzt bei RiffReporter bewerben, um als Autorenmitglieder aufgenommen zu werden.

"Die politischen Umbrüche der letzten Jahre haben gezeigt, wie wichtig fundierter, unabhängiger Journalismus ist. Mit RiffReporter schaffen wir eine Publikationsplattform, auf der alle Bürger Vielfalt und Tiefgang des freien Journalismus entdecken und dabei gezielt und flexibel für Journalistenarbeit zu ihren Interessen bezahlen. Freie Journalisten können mit unserem Projekt komplementär zu ihrer Tätigkeit für Verlage und Sender selbständig publizieren und für ihre Themen, Recherchen und Projekte Unterstützercommunities aufbauen." Christian Schwägerl, Gründungsmitglied und Vorstand von RiffReporter

Genossenschaft als Zukunftsmodell

Die RiffReporter-Genossenschaft betätigt sich nicht als Verlag, sondern unterstützt freie Journalistinnen und Journalisten durch konkrete Leistungen beim eigenverantwortlichen Publizieren und beim Gründen von inhaltlich und ökonomisch eigenständigen Produkten. Dafür stellt RiffReporter eine eigens entwickelte multimediale Plattform, ein flexibles Bezahlsystem mit den Zahlungsanbietern Stripe und PayPal sowie professionelle Tools zur Verfügung. Sie begleitet ihre Mitglieder zudem im Gründungsprozess. Das „Medium Magazin“ kürt die Gründer am 19. Februar für dieses Konzept zu den „Wissenschaftsjournalisten des Jahres 2017“.

Die neue Infrastruktur für freien Journalismus soll maßgeblich von sogenannten „RiffSupportern“ getragen werden – Privatpersonen und gemeinwohlorientierten Institutionen, die als investierende Mitglieder der Genossenschaft den Aufbau der Infrastruktur und den unabhängigen Journalismus der Autoren stärken wollen. Die Einnahmen durch den Verkauf der Artikel und Beiträge gehen an die Autoren und ihre Projekte. Zur Finanzierung der Genossenschaftsleistungen tragen die Autoren mit einer Umsatzbeteiligung von 15 Prozent bei.

RiffReporter unterstützen: So geht das!

RiffReporter möchte mit Hilfe von „RiffSupportern“ wachsen, um noch mehr Menschen zu erreichen und freien Journalisten optimale Voraussetzungen für das Gründen eigener Projekte zu bieten. Die Genossenschaft eröffnet Interessierten mehrere Möglichkeiten, freien Journalismus zu stärken:

  1. Als Förderer oder Abonnent individueller Autoren und spezifischer Themen.
  2. Mit einer einmaligen Zuwendung als Unterstützer der Genossenschaft.
  3. Als investierendes Mitglied der RiffReporter-Genossenschaft. Mitgliedschaften kann man auch verschenken.
Mission: Themenvielfalt, Thementiefe
"Wir wollen ein journalistisches Ökosystem für Wissenschaft, Gesellschaft, Umwelt und Technologie schaffen, das sich durch Vielfalt, Lebendigkeit und Kooperation auszeichnet. Wir sind davon überzeugt, dass freie Journalisten gemeinsam viel zur Zukunft einer fundierten und lebendigen Berichterstattung beitragen können. RiffReporter schafft hier eine zukunftsweisende Publikations–möglichkeit. Und RiffSupportern, wie wir unsere Unterstützer nennen, bietet die Genossenschaft einen Weg, unabhängigen Journalismus und damit eine freie Gesellschaft zu stärken. Tanja Krämer, Gründungsmitglied und Vorstand von RiffReporter


Über RiffReporter
RiffReporter ist die Genossenschaft für freien Journalismus. Ziel ist, ein Ökosystem für Wissenschaft, Gesellschaft, Kultur, Umwelt und Technologie zu schaffen. RiffReporter bietet professionellen freien Autoren eine dynamische Plattform, die es ihnen ermöglicht, eigenständig zu gründen, zu publizieren und ihre Leserschaft auszubauen – sowie eine Gemeinschaft von Kollegen, die gemeinsam lernt und wächst. Leser finden bei RiffReporter fundierte Beiträge in großer Vielfalt und thematischer Tiefe und können gleichzeitig einen Beitrag leisten, freien Qualitätsjournalismus zu stärken. RiffReporter finanziert sich über Leser, die nach Interessen flexibel bezahlen und über Förderer (RiffSupporter), die in die Genossenschaft investieren. Die im Jahr 2015 von Christian Schwägerl, Tanja Krämer, Maximilian Steinbeis, Sebastian Brink und Uwe H. Martin gegründete RiffReporter-Initiative wurde am 20. Oktober 2017 als "RiffReporter – die Genossenschaft für freien Journalismus eG" beim Amtsgericht Charlottenburg eingetragen. VOCER, ZEIT-, Augstein- und Schwingenstein-Stiftung haben RiffReporter im November 2017 mit dem Netzwende-Award für nachhaltige Innovation im Journalismus ausgezeichnet.


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Autor

Michael Spinner-Just's picture

Michael Spinner-Just

Datum

2018-02-14 11:52